Wir muessen ueber Wahlfaelschung reden

Erst die Bundestagswahl vor drei Wochen, jetzt die Landtagswahl in Niedersachsen. Da ist dieses dumpfe Gefühl in der Magengrube, dass etwas nicht stimmt. Gut, ich gehöre zu denen, die mit dem „System“ spätestens im Verlauf des Jahres 2015, eigentlich aber schon nach der sog. Finanzkrise, mit ihrer schamlosen Sozialisierung der Anlegerverluste, abgeschlossen hatten.

Meine besondere Wut gilt seither der aktuell provozierendsten Figur an der Spitze eines Gemeinwesens, deren offensichtliche Untugenden ihren Anhängern beständig als Stärken verkauft werden: Die Rede ist nicht von Kim Jong-Un, sondern natürlich von A.M.

Spätestens die von ihr selbst mindestens verschärfte „Flüchtlingskrise“ der letzten zwei Jahre gab mir, ebenso wie vielen anderen, Anlass, sich von allen etablierten Parteien, die diesen zerstörerischen Unsinn vehement unterstützten, also SPD, CDU, CSU, Linke und Grüne, ebenso vehement abzuwenden.

Das tat ich, indem ich bei dieser Bundestagswahl AfD wählte. Die beiden einzigen anderen Optionen für einen Fundamentalenttäuschten wie mich wären allein die FDP oder die Nichtwahl gewesen, zwei deutlich schlechtere Varianten, denn Frau Merkel und ihre Clique hätten beides schamlos zu ihren Gunsten ausgedeutet, wie sie ja auch die „nur“ 13 respektive 7 Prozent für die AfD als Gewinn und nicht Verlust verbuchen.

Kurz, ich gebe zu, dass ich ein noch viel krasseres Votum der Deutschen gegen Merkel und ihre Politik des Landesverrats mit anderen Mitteln erhofft und erwartet hatte. Bis heute kann und will ich nicht begreifen, dass zwei Drittel der Deutschen, nämlich all die, die in Bund und Niedersachen CDU, CSU, SPD, Linke und Grüne gewählt haben, offenbar mit der Größten Kanzlerin aller Zeiten einverstanden sind. Nehmen diese Leute nie die Bahn oder den Bus, um abends nach Hause zu kommen?

Aber dann habe ich mir die Wahlergebnisse etwas genauer angeschaut. Auf den ersten Blick sehen all die Tabellen und Tortendiagramme ja so hübsch und wissenschaftlich aus. Erfreulich, so die Kommentatoren, dass sowohl bei der Bundestags- wie bei der Niedersachsenwahl die Wahlbeteiligung höher lag als zuvor. Es sei also gelungen, Nichtwähler zu mobilisieren. Diese Nichtwähler hätten sich dann in ihrer großen Mehrheit für eine der beiden großen Parteien entschieden, also SPD und CDU, nur ein ganz kleiner Anteil für die AfD und die „Sonstigen“. So unisono Welt, FAZ und Zeit in ihren Onlineausgaben.

Moment mal. Was ist ein Nichtwähler noch gleich? Jemand, der sich im bisherigen Parteienspektrum so wenig repräsentiert fühlt, dass er sich nicht einmal die Mühe macht, einen Wahlzettel auszufüllen, sondern gleich zuhause bleibt. Ich bitte um Wortmeldungen, falls das jemand anders sehen sollte.

Und ausgerechnet diese Gruppe der Fundamentalenttäuschten, siehe oben, soll sich diesmal wieder aufgerafft haben, um, ja, um was? die prekären Verhältnisse, die wir alle so lieben, mit einer Stimme für die beiden etablierten Großformationen zu bestätigen? Oder was wollten diese Leute, nach Jahren der Wahlabstinenz, ausgerechnet bei SPD und CDU. Glauben Sie mir, alles, was diesseits einer Verschwörungstheorie plausibel klingt, wäre mir als Erklärung willkommen gewesen.

Ich habe aber keine Erklärung außer dieser: Das Wahlergebnis ist gefälscht. Die „neuen“ Stimmen der Nichtwähler gingen logischerweise überproportional an AfD und „Sonstige“, nicht wie offiziell verlautbart, an SPD und CDU. Welches Motiv hätte jemand sonst, etwas zu tun, das er sich eigentlich abgewöhnt hatte. Um fade Figuren wie Weil und Merkel im Amt zu halten? Figuren, die ihn, den Nichtwähler, nicht nur „politikverdrossen“ machen, sondern regelrecht wütend.

Die Parallelen zu 1989, vor allem das Schweigen der gleichgeschalteten Medien, sind frappierend. Auch damals waren die Wahlergebnisse gefälscht, allerdings deutlich plumper als heute. Das Ende ist bekannt.

18.10. 2017 Theo B. v. Hohenheim

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