Ge-Denken an Widerstand

Das Schweigen ist dröhnend. Unsere Politikaste ist doch sonst überall dabei, in Deutschland und der Welt, wenn es etwas zu feiern gibt, Endspiele und Gedenktage aller Art. Was war denn heute noch gewesen?
Gestern war Nizza, nein vorgestern, gestern war ja Würzburg, und morgen wird etwas anderes sein, nicht wahr, daran müssen wir uns gewöhnen, Abstumpfungspolitik für die Willkommenskulturisten von ehedem.
Wir aber legen das Valium beseite, die Zeitung und das Smartphone aus der Hand, und erinnern uns: Heute vor einem Menschenalter, vor 72 Jahren, ist im Hofe des sog. Bendlerblocks, des damaligen Oberkommandos der Wehrmacht, einer erschossen worden, der die alternativlose Politik der Reichsführung nicht hinnehmen wollte, die Deutschland in einen anderen Untergang führte.
Er starb mit einem Schwur und einer Verheissung auf den Lippen: „Dem ewigen Deutschland“. Vielleicht möchten die heutigen Machthaber daran nicht mehr so gern erinnert werden, und deshalb fällt der Gedenktag jedenfalls für die Kanzlerin und ihre Führungsclique diesmal aus.
Das dritte Reich hatte übrigens ein dreiviertel Jahr nach Stauffenbergs Ermordung fertig. Das Ende dieses Regimes ist ebenfalls in Sichtweite.

20. Juli 2016 Friedrich Wilhelmi

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