Würzburg nach Nizza nach Brüssel nach Paris. Welches Land, welche Stadt, wer ist als nächstes dran?
Niemand kennt die Antwort, aber eines ist so sicher wie die Rentenversprechen unserer Regierung: Das alles hat nichts mit dem Islam zu tun. Den Systemmedien, die diesen Glaubenssatz verinnerlicht haben, ging bisher die Gaukelei leicht von der Hand, jenes Spiel mit den drei Bällen „Islam“, „Islamismus“ und „Islamophobie“.
Aber die Artisten in der Zirkuskuppel des freien Westens wirken zunehmend ratlos. So erscheint der Erklärungsversuch des französischen Innenministeriums für das Blutbad von Nizza nur mehr als ein lachhafter Zynismus: Der Täter soll sich innerhalb von 14 Tagen (!) so sehr radikalisiert haben, dass er zu diesem Massenmord fähig wurde. Wie das? Er habe im Internet Enthauptungsvideos des IS geschaut, und kurz vor der Tat noch Webseiten mit religiösen Gesängen.
Wer soll das Märchen von der angeblichen „Selbstradikalisierung“ glauben? Und ist es wirklich tröstlich für uns Andersgläubigen, zu erfahren, dass Muslime in etwa so funktionieren wie eine leicht entzündliche Flüssigkeit, sagen wir, Benzin?
Gewiss ist es nicht die Schuld des Benzins, wenn es Anstoss an einem Streichholz, einer achtlos weggeworfenen Kippe nimmt. Es tut dann halt das, was in seiner Natur liegt. Wir sollten das respektieren, ebenso wie verweigerte Handschläge und die Plünderung unserer Sozialsysteme durch Millionen, die nie einen Cent in dieses Gemeinwesen hineingegeben haben. In der Zwischenzeit gibt es nur eine offizielle Reaktion, und das ist diejenige des hilfosen Hampelmanns im Elyseepalast: den Ausnahmezustand verlängern, im französischen Inland ebenso wie in Syrien.
Das Gleiche, die Verlängerung des Ausnahmezustands, erleben wir übrigens auch hier, in Deutschland, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Denn noch immer sind die Grenzen offen, und mehrere hunderttausend Einwanderer sind auch dieses Jahr zu den zwei Millionen des Vorjahres hinzugekommen. Der bewusst inszenierte Kontrollverlust unseres Staates hält also an, und an der Spitze dieses Gemeinwesens im Vollrausch steht noch dasselbe Personal.
Carl Schmitt hat einmal geschrieben, dass souverän sei, wer den Ausnahmezustand beherrsche. Wer allerdings den verlängerten Ausnahmezustand nur verwaltet, wird längst von anderen beherrscht.
19. Juli 2016 Theo B. v. Hohenheim